US-Zwischenwahlen: In diesen Bundesstaaten muss Donald Trump bei den Midterms zittern - T-Online
US-Präsident Donald Trump: Die Mehrheit seiner Republikaner im Senat ist nach den Midterms nicht sicher. (Quelle: IMAGO/Bonnie Cash/Pool via CNP /MediaPunch/imago)VorlesenAktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:001xTeilenDie Midterms werden zum Stresstest für Donald Trump. Die Demokraten rechnen sich Chancen aus, die Mehrheitsverhältnisse im mächtigen US-Senat zu drehen. Tatsächlich dürfte es für etliche Trump-Kandidaten eng werden.
Die Zwischenwahlen sind für amtierende US-Präsidenten meistens eine bittere Pille. Sie finden ungefähr zur Mitte der vierjährigen Amtszeit eines Präsidenten statt – häufig wird der Bewohner des Weißen Hauses von den Wählerinnen und Wählern abgestraft.
Zwar wird nicht über den Präsidenten selbst abgestimmt. Es werden alle Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel des Senats neu gewählt. Außerdem finden in vielen Bundesstaaten Wahlen für Gouverneure und Parlamente statt. Doch die Midterms gelten als eine Art Zwischenzeugnis für den Präsidenten.
Und für Donald Trump könnten die Midterms am Abend miese Ergebnisse bringen und damit zum politischen Debakel werden. Denn Trumps Zustimmungswerte befinden sich auf einem historischen Tiefstand, der Präsident und seine Politik sind hochgradig unpopulär. Die Menschen in den USA sind unzufrieden mit der wirtschaftlichen Lage, der Iran-Krieg treibt die Verbraucherpreise nach oben.
Aktuell haben Trumps Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat, also den beiden Kongresskammern. Das heißt, Trump kann durchregieren. Doch Umfragen sagen voraus, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernehmen könnten. Und auch im Senat könnte es überraschend eng werden für die Republikaner.
Ob die Republikaner die Kontrolle über die zweite Parlamentskammer behalten oder die Demokraten dort die Führung übernehmen, wird sich voraussichtlich in wenigen Bundesstaaten entscheiden.
Derzeit verfügen die Republikaner im Senat über eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Die Demokraten haben 45 Sitze, dazu kommen mit Bernie Sanders für Vermont und Angus King für Maine zwei unabhängige Senatoren, die aber in der Regel mit den Demokraten abstimmen – macht also de facto 47 Sitze. In der Wahlnacht werden 35 der 100 Sitze neu gewählt. Für eine Mehrheit im Senat müssen die Demokraten mindestens vier Sitze hinzugewinnen. Eigentlich eine gute Ausgangslage für die Republikaner.
Midterms: Bei den Zwischenwahlen könnten die Demokraten Repräsentantenhaus und Senat gewinnen. Umfragen sagen in einigen Bundesstaaten aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Senatssitze voraus. t-online erklärt, welche Bundesstaaten das sind, und warum es für Trumps verbleibende Zeit im Amt so wichtig ist, welche Partei die Mehrheit im US-Senat hat.
Dem Senat kommt im Kongress eine besondere Bedeutung zu. Während beide Parlamentskammern Gesetzen zustimmen müssen, hat der Senat noch weitere bedeutende Funktionen. Er muss wichtige Personalien des Präsidenten bestätigen wie Kabinettsmitglieder oder Richter für den Obersten Gerichtshof der USA. Auch Botschafter, viele Richter oder hohe Regierungsbeamte müssen vom Senat genehmigt werden. Sollten die Demokraten ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump anstreben, hat der Senat das letzte Wort darüber, ob der Republikaner im Amt bleiben kann.
Das letzte Mal, dass die Texaner einen demokratischen Senator gewählt und nach Washington geschickt haben, war 1988. Dass ein demokratischer Präsidentschaftskandidat dort im Süden der USA gewonnen hat, ist sogar noch länger her: Das war Jimmy Carter 1976. Der für Cowboys, Pick-up-Trucks und Barbecue bekannte Bundesstaat mit seinen rund 32 Millionen Einwohnern ist eigentlich fest in der Hand der Republikaner.
James Talarico: Der demokratische Kandidat für den US-Senatssitz in Texas ist Hoffnung der Partei. (Quelle: Jose Luis Gonzalez)Umso überraschender ist es, dass nun ein Demokrat den Senatssitz gewinnen könnte. Viele Umfragen sehen den Demokraten James Talarico ungefähr gleichauf mit dem Republikaner Ken Paxton. Sollte der 37 Jahre alte Talarico aus der Metropole Austin in Texas gewinnen, wäre das eine Sensation. Talarico ist ein ehemaliger Lehrer, der als Abgeordneter im Parlament von Texas sitzt. Der Demokrat hat im Wahlkampf auch seinen christlichen Glauben regelmäßig nach vorn gestellt, für Demokraten in den USA ungewöhnlich.
Talaricos republikanischer Gegner Paxton ist in Texas kein Unbekannter. Der 63-Jährige ist Generalstaatsanwalt von Texas. Seine eigene Partei strebte ein Amtsenthebungsverfahren wegen Korruption und Amtsmissbrauch gegen ihn an, letztlich scheiterte dieses aber im Senat von Texas. Der glühende Trump-Anhänger Paxton hat sich im Wahlkampf trotz diverser Skandale die Unterstützung des US-Präsidenten gesichert. Doch im konservativen Texas kommt es auch nicht sonderlich gut an, dass Paxtons Ehefrau ihm Untreue vorgeworfen und sich nach jahrzehntelanger Ehe von ihm getrennt hat.
Ken Paxton: Der Republikaner ist in Texas kein Unbekannter. (Quelle: Kylie Cooper)2. Alaska: Sullivan vs. PeltolaAuch Alaska ist ein republikanisch geprägter Bundesstaat, wenn auch weniger konservativ als Texas. In dem ländlichen Bundesstaat ganz im Nordwesten der USA mit seinen Wäldern, Seen und Bergen sind vor allem Kandidaten populär, die sich vom klassischen Zweiparteiensystem absetzen und einen eigenen Kopf haben. Als genau so eine Kandidatin präsentiert sich die Demokratin Mary Peltola. Sie war bereits für Alaska als Abgeordnete im Repräsentantenhaus in Washington und geht mit dem Motto: "Fisch, Familie, Freiheit" ins Rennen.
Mary Peltola: Die Demokratin könnte bald wieder nach Washington ziehen. (Quelle: IMAGO/CNP/ABACA/imago)Peltola tritt gegen den republikanischen Amtsinhaber Dan Sullivan an und könnte ihn Umfragen zufolge schlagen. In Alaska sorgt allerdings ein zweiter Dan Sullivan für Ärger. Auf dem Wahlzettel steht ein unabhängiger Kandidat, der ebenfalls Dan Sullivan heißt. Die Republikaner fürchten Verwechslungsgefahr und wollen juristisch verhindern, dass die Ergebnisse in Alaska bestätigt werden, sollte der Republikaner Sullivan verlieren.
Trump hat den Demokraten stets vorgeworfen, hinter dem doppelten Sullivan zu stecken. Peltola hatte das zurückgewiesen, doch kurz vor den Midterms sorgte ein Bericht der "New York Times" für politischen Zündstoff. Demnach hat Peltolas Team aktiv nach einem Namenszwilling gesucht – die Republikaner hatten wohl also recht mit ihrem Vorwurf. Die Stimmung in Alaska könnte sich kurz vor der Wahl noch einmal drehen.
Ein solches Vorgehen ist nicht zwangsläufig illegal – und in den USA auch nicht völlig unüblich. Auch die Republikaner haben schon Namenszwillinge auf Wahlzettel gesetzt. Doch Peltola rückt die Geschichte in ein schlechtes Licht. Außerdem bietet sie Futter für Trump, der ohnehin immer behauptet, die Demokraten würden bei der Wahl betrügen. Mehr zu dem Rennen in Alaska lesen Sie hier.
Dan S. Sullivan: Der Amtsinhaber möchte wiedergewählt werden. (Quelle: Mark Thiessen/AP/dpa/dpa-bilder)3. Maine: Collins vs. JacksonFür den demokratisch geprägten Bundesstaat Maine in Neuengland sitzt seit drei Jahrzehnten die Republikanerin Susan Collins im US-Senat. Collins inszeniert sich als Trump-Gegnerin, die oft mit den Maga-Republikanern hadert. Sie ist eine politische Institution in Maine, ihre Familie war bereits in der Kommunalpolitik aktiv.
Susan Collins: Die Republikanerin sitzt seit 30 Jahren im Senat. (Quelle: IMAGO/Tom Williams/imago)Eigentlich hatten die Demokraten auf den Austernzüchter Graham Platner gesetzt und gehofft, der linke Hoffnungsträger könnte die 73 Jahre alte Collins ablösen. Doch dann überschatteten Vorwürfe von Ex-Partnerinnen seinen Wahlkampf. Frauen warfen Platner sexuelle Übergriffe vor. Der stritt zwar ab, aber zog sich dennoch zurück – seine Unterstützer hatten sich von ihm abgewandt.
Für Platner sprang der Demokrat Troy Jackson ein, der in Maine bereits viele Jahre im Senat saß. Der 58-Jährige ist weniger charismatisch und anders als Platner auch kein politischer Außenseiter. Während Platner in Umfragen teils deutlich vor Collins lag, liegt Jackson ungefähr gleichauf mit der Republikanerin. Die Demokraten hoffen, dass sie den Republikanern den Senatssitz in Maine nun doch noch abjagen können. Mehr zu dem Rennen in Maine lesen Sie hier.
Troy Jackson: Der Demokrat ist kurzfristig eingesprungen. (Quelle: IMAGO/Tom Williams/imago)4. Iowa: Hinson vs. TurekDer Staat im Mittleren Westen der USA ist fest in der Hand der Republikaner. Trump gewann dort bei den Präsidentschaftswahlen 2024 mit 13 Punkten Vorsprung vor der Demokratin Kamala Harris. Die republikanische Senatorin Joni Ernst tritt nicht noch mal an. Der Demokrat Josh Turek und die Republikanerin Ashley Hinson kämpfen um ihren Sitz.
Josh Turek: Der Demokrat hat Gold bei den Paralympics geholt. (Quelle: IMAGO/Brian Cahn/imago)Turek, ein Basketballspieler im Rollstuhl, der zweimal die Goldmedaille bei den Paralympischen Spielen gewonnen hat, sitzt im Repräsentantenhaus von Iowa. Der 47-Jährige liegt in Umfragen leicht vor Hinson, allerdings im Bereich der Fehlertoleranz. Turek setzt auf Brot- und Butterthemen und präsentiert sich als unabhängiger Demokrat. Er will auch konservative Wähler im ländlichen Iowa mit seinen moderaten Ansichten überzeugen.
Die von Trump unterstützte Hinson sitzt für Iowa im US-Repräsentantenhaus und war einst TV-Journalistin bei einem Regionalsender. Die 43-Jährige versucht sich im Wahlkampf an einem Drahtseilakt: Einerseits stellt sie sich als Trump-Anhängerin dar und versucht dessen Maga-Fans zu umgarnen, andererseits nimmt sie bei Themen wie dem Iran-Krieg eine dezidiert andere Haltung als der US-Präsident ein.
Ashley Hinson: Trump unterstützt die Republikanerin. (Quelle: IMAGO/Bonnie Cash - Pool via CNP/imago)5. Kansas: Marshall vs. HamiltonPrärie, Getreidefelder und Tornados: Kansas gilt als ländlich und konservativ, doch dieses Klischee stimmt nicht zwangsläufig immer. So stimmten die Menschen dort etwa dafür, dass Abtreibung in ihrem Bundesstaat legal bleibt. In dem "Sunflower State" könnte nun der demokratische Pastor Adam Hamilton den republikanischen Senator Roger Marshall schlagen. Anfangs wurden Hamilton kaum Chancen eingeräumt. Das letzte Mal hat Kansas 1932 einen demokratischen Senator nach Washington geschickt.
Adam Hamilton: Der Pastor geht für die Demokraten ins Rennen. (Quelle: IMAGO/Mark Reinstein/MediaPunch/imago)Doch Hamilton konnte zuletzt in Umfragen aufholen. Er gibt sich als moderater Demokrat mit religiösem Anstrich. Der Pastor steht der größten Methodistenkirche in den USA vor, einer sogenannten Megakirche. 1990 hat er sie gemeinsam mit seiner Ehefrau gegründet. Der 62-Jährige ist in dem Bundesstaat mit seinen knapp drei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern bekannt und war früher einmal Anhänger der Republikaner.
Sein Konkurrent, der Republikaner Roger Marshall, sitzt seit 2021 für Kansas im Senat und wird von Trump unterstützt. Er geriet in die Schlagzeilen, weil er als Frauenarzt Hunderte Patientinnen wegen unbezahlter Rechnungen verklagte und ihnen hohe Zinsen berechnete. Der 66-Jährige verteidigte sein Vorgehen und gab an, für Mittellose auch kostenlose Behandlungen angeboten zu haben. Vor seiner Zeit im US-Senat war er Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus.
Roger Marshall: Der Republikaner geriet wegen seiner Abrechnungsmethoden als Arzt in die Kritik. (Quelle: IMAGO/Tom Williams/imago)6. Michigan: Rogers vs. El-SayedMichigan galt in den vergangenen Jahren als klassischer Swing State. Das heißt, hier gewinnen etwa bei Präsidentschaftswahlen mal die Demokraten und mal die Republikaner. Bei der Wahl 2024 hat Trump Kamala Harris hier nur mit einem Prozentpunkt Vorsprung geschlagen. Bei den Vorwahlen der Demokraten um den Senatssitz setzte sich in Michigan der linke Demokrat und gläubige Muslim Abdul El-Sayed knapp durch – ein Erfolg für die Parteilinke. Die Abstimmung galt auch als Richtungstest für die Demokraten.
Abdul El-Sayed: Der linke Demokrat hat in der Vorwahl knapp gesiegt. (Quelle: IMAGO/Katie McTiernan/imago)El-Sayed ist vor allem für die Linken bei den Demokraten ein Hoffnungsträger, zuletzt trat er gemeinsam mit Ex-Präsident Barack Obama auf. Einige Demokraten verweigern dem 41-Jährigen wegen seiner scharfen Kritik an Israel aber die Unterstützung. Trump bezeichnete El-Sayed im Wahlkampf als "Dschihadisten" und "kommunistischen Versager". Die Eltern des Epidemiologen sind aus Ägypten in die USA eingewandert, er arbeitete viele Jahre als Beamter im öffentlichen Gesundheitswesen.
Sein Konkurrent ist der Republikaner Mike Rogers. Der 63-Jährige saß viele Jahre im US-Repräsentantenhaus und arbeitete für die Bundespolizei FBI. Rogers ist ein Trump-Anhänger und genießt auch die Unterstützung des US-Präsidenten. Angesichts der hohen Verbraucherpreise forderte er aber ein schnelles Ende des Iran-Kriegs.
Nur zwei Tage vor der Wahl sorgt allerdings ein offener Streit der Demokraten in Michigan für Aufregung. Die Demokratin Haley Stevens, die El-Sayed in der Senats-Vorwahl unterlegen war, stellte sich am Sonntag hinter den Republikaner Rogers. Eine politische Sensation. Mehr zu El-Sayed und dem Rennen in Michigan lesen Sie hier.
US-Republikaner Mike Rogers: Er war einst FBI-Agent. (Quelle: reuters)7. South Carolina: Graham vs. AndrewsEigentlich ist South Carolina Kernland der Republikaner. Und dass die Schwester des verstorbenen Senators Lindsey Graham, Darline Graham, in den Senat einzieht, galt als ausgemacht. Nach dem plötzlichen Tod ihres Bruders im Juli 2026 wurde Darline Graham vom Gouverneur des Bundesstaates als Nachfolgerin bestimmt und übernahm den Senatssitz. Viele dachten, das sei eine Übergangslösung. Doch dann sprach sich Trump dafür aus, dass Darline Graham bei der Wahl am Dienstag ins Rennen um den Senatssitz geht.
Darline Graham: Sie will den Senatssitz ihres verstorbenen Bruders gewinnen. (Quelle: IMAGO/Bill Clark/imago)Die 62-Jährige gewann die Vorwahl der Republikaner. Doch bei einer TV-Debatte patzte die Republikanerin. Auf eine Frage zu den Sicherheitsinteressen der USA antwortete sie, das Sicherheitspolitik nicht ihr Ding sei. Das ist generell eine beachtliche Antwort für eine Frau, die US-Senatorin werden will. Vor dem Hintergrund, dass ihr verstorbener Bruder aber als versierter Außenpolitiker galt und sich etwa für die von Russland angegriffene Ukraine starkmachte, war diese Aussage noch einmal besonders aufsehenerregend.
Dennoch galt Grahams Sieg als ausgemacht. Nun zeigt aber eine aktuelle Umfrage der "New York Times" und des Umfrageinstituts Siena Research Institute, dass die Demokratin Annie Andrews mit Graham gleichauf liegt. Das muss noch nichts heißen, in anderen Umfragen ist der Abstand zwischen den beiden Kandidatinnen größer. Dass die Republikaner sich aber um South Carolina sorgen müssen, ist eine kleine Sensation.
Annie Andrews: Die Demokratin gilt als chancenlos in South Carolina – eigentlich. (Quelle: IMAGO/Bill Clark/imago)Besonderheit im SenatSollten die Demokraten wirklich vier Sitze im Senat hinzugewinnen und damit die Mehrheit in der Parlamentskammer übernehmen, wäre das ein riesiger und ungewöhnlicher Erfolg für die Partei. Denn eigentlich gelten Bundesstaaten wie Texas oder Kansas als sichere Bank für die Republikaner – unbeliebter Präsident hin oder her. Dass die Demokraten hier trotzdem siegen könnten, liegt zum einen daran, dass sie vielerorts charismatische Kandidaten aufgestellt haben. Zum anderen profitieren sie von der Schwäche einiger republikanischer Kandidaten.
Sollten Demokraten und Republikaner am Ende auf jeweils 50 Sitze kommen, kann Trump sich freuen. Dann ist der US-Vize die ausschlaggebende Stimme – in diesem Fall also der Republikaner JD Vance. Eine solche Konstellation gab es zuletzt nach dem Sieg von Joe Biden. Zwei Jahre lang musste Kamala Harris regelmäßig für den Stichentscheid in den US-Senat kommen.
Jeder Bundesstaat entsendet übrigens zwei Senatoren nach Washington – unabhängig von der Bevölkerungszahl. Das heißt, in der Parlamentskammer haben Bundesstaaten mit vielen Einwohnerinnen und Einwohnern wie Kalifornien oder Texas genauso viel Einfluss wie dünn besiedelte Staaten wie Idaho oder Alaska. Die Senatorinnen und Senatoren werden für jeweils sechs Jahre gewählt und sind damit deutlich länger im Amt als ihre Kollegen im Repräsentantenhaus. Dort müssen sich Abgeordnete alle zwei Jahre den Wählern stellen. Deshalb gelten Senatoren in Washington als besonders mächtig und einflussreich.