Unwetter erfassen Deutschland: Sturm erreicht Orkanstärke – hier gilt Warnstufe Rot - T-Online
Die erwartete Regenmenge zwischen 10 und 22 Uhr am Sonntag nach einem Lauf des Wettermodells ICON. Die Spitzenwerte in diesem Zeitraum: 25 Liter pro Quadratmeter. (Quelle: windy.com)VorlesenAktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:001xTeilenOrkanböen an der Küste, Dauerregen im Bergland, Gewitter im Norden – der zweite Sturm innerhalb weniger Tage zieht über Deutschland. Für einige Regionen gibt der DWD die höchste Warnstufe aus.
Ein Sturmtief zieht am Sonntag dicht an Schottland vorbei in Richtung Südnorwegen – und seine Ausläufer treffen Deutschland. An der Nordseeküste und in höheren Berglagen drohen Orkanböen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde, in den Staulagen des Schwarzwaldes können binnen 24 Stunden bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat entsprechende Warnungen herausgegeben. Sie gelten zunächst für rund 355 von 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland (Stand 16.55 Uhr). In zwölf Kreisen und Städten gilt die höchste Warnstufe.
Bereits am frühen Morgen fegen an der Nordsee und in Berglagen Böen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Auf dem Brocken im Harz erreicht der Wind noch höhere Geschwindigkeiten. Auch an der Ostseeküste sind Sturmböen zwischen 70 und 85 Kilometern pro Stunde möglich. Im Flachland und in mittleren Lagen weht ein kräftiger Wind mit Böen bis 70 Kilometern pro Stunde.
Im weiteren Tagesverlauf legt der Wind nach einer kurzen Abschwächung wieder an Stärke zu – und dreht dabei auf Südwest bis West. An der Nordsee und in höheren Lagen sind dann erneut schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen zwischen 100 und 120 Kilometern pro Stunde möglich.
Parallel zum Sturm bringt das Tief ergiebigen Dauerregen in die westlichen, zentralen und südlichen Mittelgebirge sowie ins Allgäu. Seit Samstagabend fallen dort 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter – und das teilweise innerhalb von nur zwölf Stunden. In Staulagen des Schwarzwaldes können es lokal bis zu 80 Liter in 24 Stunden werden.
Der DWD stuft das Wettergeschehen in Lagen über 800 Metern als Unwetter ein: Dort werden zwischen 40 und 60 Liter pro Quadratmeter erwartet, in Staulagen bis zu 80 Liter. Betroffen sind vorwiegend die Regionen um Freudenstadt und Freiburg. Die amtlichen Unwetterwarnungen gelten zunächst bis Sonntagabend um 18 Uhr. In exponierten Lagen muss zudem mit schweren Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde gerechnet werden.
Die amtlichen Wetterwarnungen des DWD am 25. Oktober. Ein Sturm mit Orkanstärke bestimmt das Wetter in Deutschland. (Quelle: DWD)Die höchste Warnstufe gilt am Sonntag für die Kreise und Städte Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg, Calw, Emmendingen, Freudenstadt, Lörrach, Rastatt, Waldshut, Ortenaukreis, Schwarzwald-Baar-Kreis, Baden-Baden sowie Kreis Harz in Sachsen-Anhalt.
Im Norden und vereinzelt auch in der Mitte Deutschlands kommen am Sonntag kurze Graupelgewitter hinzu. Sie bringen stürmische Böen. An der Nordseeküste können dabei Windstärken zwischen 10 und 11 auf der Beaufort-Skala erreicht werden.
In der Nacht zu Montag lässt der Wind nach. An den Küsten und in höheren Berglagen bleibt es noch stürmisch, andernorts beruhigt sich die Lage aber spürbar. Nur im Norden bleibt es unbeständig mit einzelnen Gewittern, so die Wetterprognose von wetter.com für t-online. Die Temperaturen gehen zurück auf Werte zwischen 2 und 10 Grad.
