Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 08:44 Russland attackiert erneut Dnipro +++

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Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt den ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj im Berliner Kanzleramt mit militärischen Ehren. Danach ziehen sie sich für Gespräche und ein Mittagessen ins Kanzleramt zurück. Gegen 14 Uhr soll es eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Bei dem...

Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt den ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj im Berliner Kanzleramt mit militärischen Ehren. Danach ziehen sie sich für Gespräche und ein Mittagessen ins Kanzleramt zurück. Gegen 14 Uhr soll es eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Bei dem Gespräch mit Merz dürfte es auch um die Vorbereitung eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen übernächste Woche in Berlin gehen. Dazu zählen Länder, die die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützen

Am Vormittag ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Berlin eingetroffen. Er will mit Bundeskanzler Merz über die kommenden Gespräche mit Russland reden. Auch die ukrainische Flugabwehr und Hilfen für die angeschlagene Energieversorgung sind Thema. Das teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. Begrüßt wurde er am Flughafen unter anderem vom ukrainischen Botschafter Oleksii Makeiev. Aus Sicherheitsgründen wurde der Besuch vorher nicht öffentlich angekündigt. 

Die Zahl der Todesopfer bei einem russischen Luftangriff auf eine als Verteilstelle für Hilfsgüter genutzte Schule im Südosten der Ukraine ist auf mindestens 31 gestiegen. Nach Angaben des kommissarischen Leiters der regionalen Militärverwaltung von Saporischschja, Mychajlo Semykin, werden noch 50 Menschen vermisst. Unter den Opfern befinden sich den Rettungskräften zufolge zwei Helfer und vier Polizisten. Sie seien durch eine zweite Angriffswelle getötet worden, nachdem die russischen Streitkräfte kurz nach dem ersten Schlag erneut Bomben abgeworfen hatten.  

Eine russlandnahe Hackergruppe soll seit Monaten gezielt ukrainische Behörden und Organisationen in Frontnähe ausspionieren. Das zeigt eine aktuelle Analyse des europäischen IT-Sicherheitsherstellers ESET. Die Gruppe "Gorbag" ist demnach seit mindestens Februar 2025 aktiv und konzentriert sich ausschließlich auf Ziele in der Ukraine. Sie greife ihre Opfer mit sogenannten Spear-Phishing-E-Mails an, heißt es. Rund ein Viertel der identifizierten Opfer entfällt auf Justiz- und Strafverfolgungsbehörden. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung und Dokumentation mutmaßlicher Kriegsverbrechen. Weitere Ziele sind Stadt- und Regionalverwaltungen nahe der Front, die den Angreifern unter anderem Einblicke in lokale Verteidigungsmaßnahmen oder die Folgen der Kampfhandlungen liefern könnten.

Der Kreml hofft, dass die Pläne für ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der USA, Russlands und Chinas bald unter Dach und Fach sind. "Unter den Teilnehmern des möglichen Treffens herrscht Einigkeit darüber, dass dies angemessen und äußerst sinnvoll wäre", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber Reportern in einer Telefonkonferenz. Derzeit werde an der Koordinierung des Treffens gearbeitet. Dieses soll im am Rande des Apec-Wirtschaftsgipfels (18. und 19. November) im chinesischen Shenzen stattfinden. Erst zuvor hat der Kreml-Sprecher eine Teilnahme an den Ukraine-Gesprächen mit den USA in Abu Dhabi kommende Woche bestätigt.

Auch der Kreml hat mittlerweile die Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA kommende Woche bestätigt. Sie soll am Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi stattfinden, auf Ebene der Staats- und Regierungschefs. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt, Putins Berater Wladimir Medinski werde die russische Delegation leiten. "Medinski wird als Chefunterhändler Moskaus bei den Gesprächen fungieren", so Peskow. Zuvor hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff den Gipfel angekündigt. Ziel sei es, die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden zu drehen. Die letzten von den USA vermittelten Friedensgespräche hatten im Februar stattgefunden, bevor die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begannen. Die Ankündigung des trilateralen Treffens kommt inmitten verstärkter Angriffe Russlands auf die Ukraine und Selenskyjs Besuch in Berlin bei Kanzler Merz.

Nach dem russischen Angriff auf ein Krankenhaus in Charkiw steigt die Zahl der Verletzten auf 73 an. Das teilt das Büro des Generalstaatsanwalts auf Telegram mit. Eine Fliegerbombe habe in einem Durchgang zwischen den Gebäuden eines Krankenhauses eingeschlagen. Fassaden und Abteilungen der medizinischen Einrichtung wurden beschädigt. Fenster gingen zu Bruch. Bei den Verletzten soll es sich um Patienten, medizinisches Personal und Anwohner der umliegenden Häuser handeln.

Russland hat in der Nacht zu Dienstag nach eigenen Angaben Hunderte Drohnen abgewehrt. Bis zum Morgen seien 493 Drohnen auf Moskau zugesteuert, teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit. Die meisten Drohnen wurden ihm zufolge in größerer Entfernung von der Hauptstadt abgewehrt. 187 Drohnen seien dagegen erst abgefangen worden, "als sie sich Moskau näherten". 

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https://www.n-tv.de/politik/08-53-Russland-zerstoert-mehr-als-100-ukrainische-Drohnen-id30859357.html
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