+++ 12:16 Ukraine: Hunderttausende Haushalte nach russischen Angriffen ohne Strom +++
Russland will mit Ghana ein Atomkraftwerk mit 2000 Megawatt Leistung entwickeln, wie Ghanas Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa nach Gesprächen beim Russland-Afrika-Gipfel mitteilt. Beide Länder vereinbaren zudem eine engere Verteidigungszusammenarbeit. Putin sichert laut Ablakwa zu, dass Ghanaer nicht am Krieg gegen die Ukraine teilnehmen dürfen – weder durch irreguläre Anwerbung noch freiwillig. Eine Bestätigung aus Moskau liegt dazu bislang nicht vor.
Einem außenpolitischen Berater des Kremls zufolge, würde Machthaber Wladimir Putin einen Anruf des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj annehmen. "Ich denke, er würde natürlich darauf eingehen", sagt Juri Uschakow im russischen Fernsehen. Putin habe Gespräche noch nie abgelehnt. Zuvor hatte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bekräftigt, dass Selenskyj zu direkten Verhandlungen auf höchster Ebene mit Putin bereit sei, um die heikelsten Probleme des Konflikts zu besprechen - vor allem die Territorialfrage. "Wir wollen dieses Treffen und sind darauf vorbereitet", erklärt Sybiha.
Die Ukraine hat ein russisches "Pantsir-S2"-Luftabwehrsystem und ein Kommandopostenfahrzeug des "S-400 Triumf"-Systems getroffen, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Beitrag auf X mitteilt. Demnach haben die beiden Geräte einen geschätzten Gesamtwert von rund 70 Millionen US-Dollar. Auch eine russische Militäreinrichtung im Gebiet Rostow soll getroffen worden sein. "Wir verteidigen uns zu Recht gegen die russische Aggression und tun alles, um Russlands Fähigkeit, diese fortzusetzen, zu schwächen", schreibt Selenskyj.
Die ukrainischen Drohneneinheiten haben eigenen Angaben zufolge im Oktober durchschnittlich alle 41 Sekunden ein russisches Ziel angegriffen. Alle 159 Sekunden habe man einen russischen Soldaten verletzt oder getötet. Das sei ein "historischer Monatsrekord". Einer US-Studie aus dem Juli zufolge sind im Ukraine-Krieg bisher mindestens 1,4 Millionen Menschen verletzt worden oder verschollen. Bis zu 600.000 Soldaten seien auf beiden Seiten getötet worden. Davon seien zwischen 400.000 und 450.000 russische Soldaten. Allein im Oktober wurden ukrainischen Angaben zufolge 54.400 russische Soldaten verletzt oder getötet, was auch einen neuen Monatsrekord darstellen soll.
In der Ukraine sind nach neuen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Hunderttausende Haushalte ohne Strom. Die Angriffe in der Nacht zum Sonntag hätten vier Regionen des Landes getroffen, teilt Selenskyj auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. "Die Intensität der Angriffe ist sehr hoch, und Russland versucht, den Mangel an Abfangraketen für ballistische Raketen maximal auszunutzen", erklärt Selenskyj.
Die örtlich begrenzte Waffenruhe in der russisch besetzten Stadt Oleschky im Süden der Ukraine zeige laut Expertin Oksana Huss, dass beide Kriegsparteien offenbar einen gemeinsamen Mechanismus entwickelt haben. Die Vereinbarung umfasst neben der freien Ausreise von Zivilisten unter anderem auch Lieferung von Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten.